Buchdruck

Er ist die älteste Form des Druckes überhaupt. Schon vor dreitausend Jahren wurden in China Bücher nach dem Prinzip abgefertigt das heute bei uns allgemein Buchdruck genannt wird.

Geschichte des Buchdrucks

Eigentlich heißt das Prinzip Hochdruck denn es unterscheidet sich vom Flach- oder Offsetdruck, und dem Tiefdruck dadurch, dass die hoch stehenden Teile eines Druckstocks mit Farbe eingefärbt werden und dann auf ein Blatt Papier "abgedruckt" werden. Auch in den Klöstern des frühen Mittelalters wurden auf diese Weise Bücher in größerer Auflage hergestellt.

Allerdings wurde vor Gutenberg erst die ganze Seite spiegelverkehrt in eine Scheibe Buchenholz geschnitzt und dann gedruckt. Die bahnbrechende Leistung von Johannes Gensfleisch zur Laden zum Gutenberg bestand nun darin, die einzelnen Buchstaben, die Lettern genannt werden, spiegelverkehrt in Blei zu gießen und später nach dem Druck, für eine andere Seite wieder zu verwenden. Daraus entstand in kurzer Zeit nach 1439 eine europaweite Druckindustrie. Berühmt geworden ist die 42-zeilige Gutenberg-Bibel die als eines der ersten Buchdruck Erzeugnisse überhaupt gilt. An ihr zeigt sich die hohe Kunst von Gutenberg die den, in den Scriptorien der Klöster geschaffenen Meisterwerke der Mönche in nichts nachstand.

Bis zum Jahre 1905 war das die einzige Art Bücher in großen Auflagen zu drucken. Um dieses Jahr herum erfanden die Amerikaner Rubel und Hermann ein neues Druckverfahren das weltweit unter dem Namen Offset-Druck bekannt wurde. Im Gegensatz zum Buchdruck wird hierbei die Farbe nicht direkt vom Druckstock aufs Papier gebracht sondern zuerst auf ein Gummituch aufgetragen welches dann das Papier bedruckt.

Heute wird Buchdruck nur noch sehr vereinzelt eingesetzt da die Herstellung eines Buches im Hochdruckverfahren nicht mehr wirtschaftlich ist.