Book on Demand

Der klassische Buchdruck hat eine lange Vorlaufzeit. Bevor ein Buch in den Druck gehen kann, sind viele Hürden zu nehmen und das Drucken mit herkömmlichen Verfahren, wie dem Offsetdruck, lohnt sich erst ab einer größeren Auflagenhöhe. Print on Demand ist ein Service, den die Digitaltechnik möglich macht. Mit Book on Demand lassen sich Bücher sehr kurzfristig, in praktisch beliebiger Anzahl und auch individualisiert drucken. Was bedeutet Book on Demand genau?

Die Grundlagen der Book on Demand Dienstleistung

Print on Demand verkürzt den Weg vom Manuskript zum gedruckten Buch durch den Einsatz moderner Drucktechnik. Digitaldruckmaschinen benötigen keine aufwändige Einrichtung vor dem Druckvorgang, wie das bei älteren Druckverfahren der Fall ist, zu denen auch der Offsetdruck gehört. Die konventionellen Druckverfahren verwenden einen Druckstock, auf den alle zu druckenden Daten eins zu eins übertragen werden, und der dann eine mehr oder weniger große Anzahl identischer Kopien drucken kann, bevor er durch Verschleiß unbrauchbar wird.
Beim Digitaldruck gibt es diese Art Druckstock nicht mehr. Das Urbild, die Matrize, erzeugt der Drucker selbst, direkt aus digitalen Daten, und sie entsteht für jeden einzelnen Abzug neu. Daher müssen die einzelnen Exemplare einer Auflage auch nicht mehr völlig identisch sein, wie beim Offsetdruck und anderen klassischen Druckverfahren. Der Book on Demand Druck lässt auch Individualisierungen, wie zum Beispiel eine eingedruckte persönliche Widmung zu, die sich in jedem Exemplar unterscheidet.
Der bedeutendste Vorteil der Digitaltechnik, wie sie Print on Demand nutzt, ist aber die Möglichkeit, Druckdaten praktisch direkt vom PC an die Druckmaschine zu übergeben. Eine Voraussetzung hierfür sind geeignete Dateiformate, die am Computer erstellter Dokumente, einschließlich des exakten Layouts, in systemunabhängiger Form speichern. Die zwei verbreitetsten Formate dieser Art, PostScript und das Portable Document Format PDF, stammen vom Desktop-Publishing Spezialisten Adobe. Das ältere PostScript-Format zielt speziell auf die Druckerausgabe und wird besonders von höherwertigen Laserdruckern nativ unterstützt. PDF ist dagegen als universelles Format für den Dokumentenaustausch entstanden und hat sich als offener Standard für diesen Zweck etabliert. PDF-Dateien lassen sich daher auf vielen PC-Systemen ohne zusätzliche Software-Installation erstellen und für den Rest gibt es frei verfügbare Lösungen, die in der Regel eine PDF-Ausgabe aus jedem Programm ermöglichen, das eine Druckausgabe vorsieht.

Wofür lassen sich Print on Demand Dienste nutzen?

Das Angebot eines Print on Demand Dienstleisters, am PC erstellte Dokumente unmittelbar ausdrucken sowie binden oder anderweitig veredeln zu lassen, eröffnet eine Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten, sowohl für den gewerblichen als auch den privaten Bereich.

- Sie können den Book on Demand Dienst als schlankes und schnelles Publikationsverfahren nutzen oder sich ihr eigenes Buch in derselben Qualität herstellen lassen, die Sie in den Regalen einer Buchhandlung vorfinden.
- Stellen Sie sich beispielsweise Ihre eigenen Tagebücher, Reisebeschreibungen, Memoiren neben die bekannter Autoren in Ihren Bücherschrank.
- Lassen Sie Ihre Geschäftsberichte, Broschüren, Bedienungsanleitungen, Prospekte und dergleichen kurzfristig und kostengünstig anfertigen.
- Über Book on Demand selbst erstellte Bücher ergeben sehr persönliche Geschenke, erlauben aber sogar traditionellen Verlagen, eine Nachfrage nach nicht mehr lieferbaren Büchern kurzfristig und ohne Qualitätseinbußen zu befriedigen.
- Der Print on Demand Dienst hält kostengünstige Angebote für die Publikation von Doktorarbeiten und Dissertationen bereit.
- Mit Book on Demand verwandeln Sie aber auch PDF-Dokumente aus beliebigen Quellen für die persönliche Offline-Verwendung in komfortable, gedruckte Bücher.

Book on Demand Pro und Kontra

Vorteile der Print on Demand Dienstleistungen sind besonders die schlanke und schnelle Projektabwicklung. Die Druckdaten lassen sich direkt digital und vor allem über eine Online-Verbindung übertragen. Das verkürzt nicht nur die Übertragungszeit, von einem bis mehreren Tagen beim Postweg, auf Sekunden oder Minuten, es reduziert auch die Kosten für den Datentransport.
Als weitereren Vorteil verlagert Book on Demand die Druckvorbereitung und damit die Layoutkontrolle auf Ihren PC-Arbeitsplatz. Sie überprüfen das Erscheinungsbild Ihres Druckerzeugnisses selbst, noch bevor eine einzige Seite gedruckt ist. Dies beschleunigt den Prozess, reduziert Kosten, verschiebt allerdings auch die Verantwortung für die Prüfung des Layouts, der korrekten Rechtschreibung und so weiter in Ihren eigenen Zuständigkeitsbereich.
Die Kontrolle der Druckdaten kann allerdings bei der Farbwiedergabe und bei Helligkeit und Kontrast von Bildern auf Schwierigkeiten stoßen. Zum einen ist eine Kalibrierung des Bildschirms für die exakte Farbwiedergabe auf einem Monitor notwendig. Zum anderen korrigiert das Auge den Farbeindruck automatisch, der sich bei wechselnder Beleuchtung verändert. Der exakte Farbvergleich eines Ausdrucks mit einer Bildschirmansicht ist daher nur in derselben Beleuchtungssituation möglich, die bei der Kalibrierung des Monitors herrschte.
Beim Ausdruck unveränderter, korrekt belichteter Digitalfotos ist die Farbwiedergabe allerdings normalerweise kein Problem, da Digitalkameras in der Regel ein Farbprofil in der Bilddatei abspeichern, das dem Ausgabegerät eine natürliche Farbwiedergabe ohne manuelle Korrekturen ermöglicht.

Print on Demand oder selbst drucken?

Einige Vorteile von Book on Demand lassen sich natürlich auch mit dem eigenen Drucker nutzen. Mit seinen hochwertigen, professionellen Maschinen bietet der Dienstleister allerdings eine deutlich bessere Qualität und günstigere Preise, vor allem wenn es um gebundene Werke geht, die beim selbst gedruckten Dokument eine zusätzliche Bearbeitung erfordern.

 

Print on Demand ab Auflage 1?

Generell lässt sich Print on demand auch mit der Auflage von nur einem Exemplar bewerkstelligen. Die Bookstation verfolgt aber ein Geschäftsmodell bei dem weniger standardisierte Produktion im Vordergrund steht und der Kunde größtmögliche Freiheit bei der Wahl der Papiere und Formate hat. Unsere Anlagen werden jedesmal individuell für den Auftrag eingerichtet und so beginnen wir aus Kostengründen unsere Produktion ab ca. 10 Exemplare. Rahmenverträge und Nachdrucke können aber auch mit einer noch geringeren Sückzahl realisiert werden.

 

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